Waldbaden

Waldbaden – die heilende Kraft der Natur

Waldbaden senkt den Blutdruck, reguliert den Puls und reduziert auf natürliche Weise unsere Stresshormone. Dabei geht es nicht um das Schwimmen in einem Waldsee, sondern um das bewusste und achtsame Erleben des Waldes.

Was ist Waldbaden?

Waldbaden ist eine Therapiemethode aus Japan, die dort bereits in den 1980er Jahren eingeführt wurde. Seitdem ist “Shinrin Yoku”, wie es im Japanischen heißt, fester Bestandteil der dortigen Gesundheitsvorsorge.

Beim Waldbaden geht es nicht darum, sportlich zu wandern und weite Strecken zurückzulegen, sondern achtsam in die Atmosphäre des Waldes einzutauchen.

Was bewirkt Waldbaden?

  • Stress Link zu Stress wird reduziert und besser bewältigt.
  • Der Schlaf verbessert sich.
  • Der Blutdruck wird gesenkt.
  • Durch Waldbaden werden die Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin zurückgehalten. Das hilft insbesondere Patienten mit Burnout Link zu Burnout, Depressionen Link zu Depressionen und Angststörungen Link zu Angst.
  • Nach einer Krankheit fördert der Wald die Erholung.

Warum hilft Waldbaden?

Wissenschaftler sprechen vom sogenannten „Biophilia-Effekt“:  der Liebe zu allem Lebendigen und der Natur, welche in jedem Menschen verankert ist. Der Wald wirkt auf uns beruhigend. Die sanfte Körperbewegung in Verbindung mit Achtsamkeit und Meditation wirkt positiv auf das Herz-Kreislauf System, verbessert die Konzentration und beruhigt unser ständig kreisendes Kopfkino.

Außerdem sind in der Waldluft ätherische Öle enthalten, die von Pflanzen und Bäumen produziert werden. Diese fördern unsere sogenannten Killerzellen gegen Krebs und stärken unser Immunsystem. Gleichzeitig sinkt der Blutdruck und die Stresshormone reduzieren sich. Schon eine Stunde im Wald hat Einfluss auf unsere Gesundheit.

Wie läuft das Waldbaden ab?

Ein Waldbad dauert mindestens 2 Stunden mit einer Wegstrecke von maximal 2 bis 3 Kilometer  und findet in den unterschiedlichsten Wäldern im Raum Passau und  Oldenburg statt. Unterstützt wird das langsame Schlendern in einer Gruppe von max. 12  Personen  durch  angeleitete Achtsamkeits-, Wahrnehmungs- und Atemübungen, Gehmeditationen und sanften Körperbewegungen.

Dazwischen gibt es eine wichtige Solozeit, die von den Teilnehmer*innen genutzt werden kann die Übungen und das Waldbaden noch intensiver zu erleben, um dann entschleunigt und tief erfüllt wieder im Alltag  zu gehen.

Tipps zum Waldbaden:

  • In der Ruhe liegt die Kraft: Gehen Sie langsam und ohne vorab Ziel oder Dauer festzulegen. Geben Sie dem Impuls nach, innezuhalten. Schweigen Sie. Störquellen wie Smartphones haben Waldverbot – die Armbanduhr am Besten auch.
  • Augen auf und durch: Sehen Sie genau hin, genießen Sie die Vielfalt der natürlichen Formen, das Licht, die Farben. Entdecken Sie Ihre Umgebung mit allen Sinnen, trauen Sie sich zu staunen.
  • Easy does it: Atmen Sie ruhig und beobachten Sie Ihren Atem, sammeln Sie Ihren Geist, bewegen Sie sich sanft… das muss nicht träge sein: Balancieren Sie ruhig, oder hüpfen Sie oder sammeln Sie Steine – Hauptsache, es hat nichts Zwanghaftes und keinen Leistungsgedanken.

The time is now: Geben Sie sich ganz dem Moment hin… Gedanken über Vergangenheit und Zukunft sowie über alles, was nicht gerade bei Ihnen, um Sie herum ist, sollten Sie nicht unterdrücken – aber lassen Sie sie ziehen, gehen Sie nicht darauf ein.

Waldbaden senkt den Blutdruck, verbessern den Schlaf und reduziert Stress. Das bewusste, achtsame Erleben des Waldes hat sich in der Gesundheitsvorsorge bewährt.